Die in den Verbandsligen Schleswig-Holsteins spielenden Vereine Schachfreunde Burg von 1966 und Kieler Schachgesellschaft von 1884 veranstalteten am 08. und 09. September 2018 zur Saisonvorbereitung ein Schachwochenende im Zeichen des ehemaligen Schachweltmeisters Dr. Emanuel Lasker.

Am Samstag stand für die ersten Mannschaften nebst Reserve beider Vereine und eingeladenen Gästen mit DWZ´s zwischen meist 1800 und 2100 eine Simultanveranstaltung mit Großmeister Jan Gustafsson aus Hamburg an. Um 13 Uhr begann der Kampf gegen GM Gustafsson im Lichtsaal des Legienhofes in Kiel. Es wurde hart gekämpft und die erste Entscheidung fiel erst nach über 4 Stunden Spielzeit. Nach insgesamt 6 ½ Stunden endete die letzte Partie und GM Jan Gustafsson konnte 19 Partien gewinnen, musste 7 Remis abgeben und 3 Partien verloren geben. Die vom DSB gespendeten Lasker-Sets wurden von Herrn Gustafsson den drei Siegern Hans-Reiner Plichta (KSG), Hendrik Janke (Burg) und Franz Felser (KSG) zuerkannt. Bemerkenswert war insbesondere, dass der mit 85 Jahren (!) älteste Teilnehmer, das Kieler Schach-Urgestein Franz Felser sich nach hartem Kampf in die Siegerliste eintragen konnte. Das GM-signierte Partieformular hat bei ihm zu Haus bereits einen Ehrenplatz erhalten. Schach hält jung ! Einen ganz besonderen Glückwunsch auch vom Großmeister, der ihm eine tolle Leistung bestätigte. Leider konnte das Lasker-Set erst am nächsten Tage an Schachfreund Felser übergeben werden, da er sich bereits vor dem Ende der letzten Partie zurückzog. Nach der Übergabe der Lasker-Sets war Großmeister Gustafsson noch bereit in kleinem Kreise einige Partien zu analysieren.

 

Der Großmeister bei der Arbeit

Die glücklichen Sieger

Wunderbare Spielbedingungen - der Lichtsaal im Restaurant Legienhof mit offenem Durchgang zum Dachgarten

Am Sonntag ab 11 Uhr fand dann der Mannschaftskampf der Vereine unter Turnierbedingungen statt, wobei von vornherein vereinbart war, dass das Mannschaftsergebnis zweitrangig sein sollte. Der Trainingsaspekt für jeden einzelnen nach der Sommerpause stand im Vordergrund. Mit 12 besetzten Brettern wurde wiederum hart gekämpft, Salonremisen gab es keine. Offiziell wurde zwar nicht gezählt, aber im Vertrauen: Es ging wohl 6 zu 6 aus. So endete gegen 16 Uhr eine rundum gelungene Veranstaltung im Sinne des großen Schachkämpfers Emanuel Lasker mit durchweg verausgabten, aber zufriedenen Teilnehmern, die sich eine Wiederholung in ähnlicher Form im nächsten Jahr durchaus vorstellen können. Vielen Dank nochmals an den Großmeister, an alle Teilnehmer aus nah und fern (mit Anreisen aus Lögumkloster/Dänemark, Nordfriesland, Dithmarschen, Hamburg, Lübeck, Flensburg und die Organisatoren aus Burg und Kiel für die schönen Veranstaltungen :-).

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